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Auguste Jean

Blumenkasten

Blumenkasten

Zwischen 1859 - 1884

Mehrfarbig emaillierte Fayence 

H. 22,3 cm; D. 27,4 cm

Sèvres - Musée national de Céramique (Inv.-Nr. 2012.3.11)

© Musée national de Céramique, Sèvres I Aurore Cuyala

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Choppin de Janvry, [Name der Auktion nicht angegeben], [Losnummer nicht angegeben], Paris, 31. Mai 2010.

Sammlung Florence Slitine.

Schenkung von Florence Slitine im Jahr 2012 an das Musée national de Céramique - Sèvres (Inv.-Nr. 2012.3.11)

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Kleine Jardinière aus emaillierter Fayence, von trapezförmiger Gestalt, mit ausgestelltem Rand und auf dreibeinigem Fuß ruhend. Sie zeigt ein mehrfarbiges orientalisierendes Dekor, das von Grün-, Weiß- und Gelbtönen dominiert wird, die sich von einer dunkelblauen Glasur abheben. Feine gelbe Linien betonen die Konturen und gliedern die Komposition in drei horizontale Register.

Der Korpus ist mit einem breiten zentralen Band verziert, das als Träger für eine weiße pseudo-arabische Kalligrafie dient, vor einem blauen Hintergrund, der mit Flechtwerk und Ranken belebt ist. Dieser Fries wird durch vier Medaillons unterbrochen, die abwechselnd mit Motiven von einander zugewandten Vögeln und Blumenkompositionen geschmückt sind. Zu beiden Seiten zeigen zwei Bänder stilisierte Pflanzenmotive, die symmetrisch auf einem blauen Grund angeordnet sind. Das Innere ist mit einer weißen Glasur überzogen, die zart rosa gesprenkelt ist, was für viele Fayencen von Auguste Jean charakteristisch ist.

Dieses Werk offenbart eine weniger bekannte Facette der Produktion des Künstlers. Abseits seiner berühmten Fayencen mit blauem Grund, die vom Neorenaissance-Stil inspiriert sind, zeugt es von seinem Interesse am Orientalismus, der damals zahlreiche französische Keramiker inspirierte. Wie Théodore Deck oder Eugène Collinot reiht sich Auguste Jean in die eklektische Bewegung ein, welche die künstlerische Fayence in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erneuerte. Er bietet hier eine eigenwillige Interpretation, indem er eine von orientalischen Einflüssen geprägte Ornamentik mit einer für ihn typischen Farbpalette und einem individuellen dekorativen Vokabular verbindet.

Erhaltungszustand: Guter Erhaltungszustand, kleiner Chip an einem der Füße.

Unterschrift: Unten auf dem Stück signiert, in Weiß auf blauem Grund: „JA Jean“.

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